Donnerstag, 4. März 2010

Die Donnerstag Steinchen...




1 . Wenn du eine Zeitmaschine benutzen dürftest, würdest du in eine andere Zeit reisen wollen? Wenn ja, in welche?

So, so eine Zeitmaschine – eigentlich lebe ich gerne im Hier und Jetzt – aber aus irgendeinem Grund hat sich ja das Wort „eigentlich“ in den Satz geschummelt.

Eigentlich, weil ich andere Zeiten gar nicht so gut kenne, um beurteilen zu können, wie es mir dort ergangen wäre.

Eigentlich, weil ich hin und wieder daran denke, wie es ohne Internet, Handy und E-Mail war – wir haben auch gelebt und nicht das Gefühl gehabt, etwas zu vermissen. Irgendwie war es auch ruhiger – die ständige Präsenz war nicht gegeben (klar, man kann ein Handy ausschalten, aber wer macht das?). Heute steht man manchmal so unglaublich unter Druck, den es erst mal zu entlasten gilt; wer anruft glaubt auch, die Präsenz und Priorität seines Anliegens bestimmen zu können in der Form: "ich und sofort" ; E-Mails sind dann schon an zweiter Stelle und manchmal denken E-mail Schreiber, sie hätten mit dem Abschicken der ersten E-mail einen Platz im Chatroom gebucht (zumindest, was berufliche Mails angeht) – ich hasse die Anrufe: „Ich habe Ihnen vor 20 Minuten (ausgesprochen wie ein Schimpfwort) eine Mail geschickt und ich habe noch keine Antwort (dies nun als Vorwurf betont, wie eine Mutter, die seit Wochen nichts mehr von der Nachkommenschaft gehört hat)“.

2. Was ist deine Lieblingsstadt und warum?

LIEBLINGsstadt: zunächst einmal eine Stadt, in der ich schon einmal war.

Ich glaube ja auch, dass man Städte erfühlen kann, wenn man sich darauf einlässt. Daher sind es Städte, mit denen ich besondere Erlebnisse verbinde, die Reihenfolge stellt keine Priorität dar, sondern ist willkürlich:

Ålesund: ich hab´ mich hier sehr wohl gefühlt; es hat ausgesprochen viel Wasser und die Stadt riecht so gut.

New York: erst war es mir zu groß, zu laut, zu fremd, nach kurzer Zeit hat mich New York mit seinem einzigen Charme verzaubert und beim zweiten Besuch, dachte ich schon, in so etwas, wie eine vertraute Umgebung zu kommen.

Köln
: einfach gemütlich


3. Was wolltest du nie sein, wenn du erwachsen wirst?

Intolerant mit der Miene einer Gouvernante, die die „heutige“ Jugend nicht versteht; nie solche „Müttersätze“ sagen. Als ich mich allerdings vor einigen Jahren den Satz sagen hörte: „Setz dich nicht auf die kalten Steine, du erkältest dir die Blase“ – war ich im höchsten Maße erschrocken – ebenfalls, als ich das erste Mal von Jüngeren gesiezt wurde.


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