Freitag, 26. Februar 2010

Die Donnerstag Steinchen...



die Donnerstagsteinchen habe ich hier gefunden und ich finde sie toll. Daher habe ich mir gedacht, damit Sie ein wenig mehr über Leporella erfahren und was sie so bewegt, mache ich mal mit - ob es jeden Donnserstag klappt (oder erst freitags oder samtags) weiß ich noch nicht, aber hier sind die aktuellen Antworten:


1 . Würdest du dich selbst heiraten?

Dieser Frage ist geschuldet, dass die Donnerstagssteine erst am Freitag eintrudeln – ich habe versucht, die Frage ernsthaft zu beantworten, doch ich habe so viele unterschiedliche Antworten gefunden, dass ich letztendlich gar keine Antwort formulieren kann.

Nun ist es aber denn schon so, dass ich der Meinung bin, dass es mich schlechter treffen könnte.

Vielleicht wollte ich die Frage auch viel zu ernsthaft beantworten – warum sollte ich mich in mich verlieben, war für mich insofern die Frage, die mal zuerst beantwortet werden musste, bevor ich mich heiraten würde – denn ohne Liebe, keine Heirat – so viel steht schon mal fest.

Aber gehen wir mal einen Schritt weiter und versuchen Liebe mal ein wenig von Heirat zu trennen, so denke ich schon, dass ich ein guter Partner bin:

Nimmt man mal kurz (wirklich kurz) die alte Macho These ernst, dass der Tag kommt, an dem sich eine Frau entscheiden muss, ob sie Kuh oder Ziege wird, so habe ich mich eindeutig für Kuh entschieden – dies nicht nur der Figur gezollt, sondern auch dem Gemüt – ich bin ein sehr (manchmal zu) gutmütiger Typ und es dauert lange, bis man es sich mit mir so richtig verderben kann – dann bin ich allerdings auch sehr konsequent.

Wenn Omas Leitsatz noch stimmt, dass Liebe durch den Magen geht, so habe ich eigentlich auch nichts zu befürchten – es hat sich bisher noch niemand beschwert.

Stellte es keine Strafttat dar, so würde ich behaupten, dass man mit mir Pferde stehlen kann.

Ferner kann ich gut bügeln und ich liebe es, alles in Wasser zu tauchen, was es annähernd verträgt (Staub wischen und Staub saugen hingegen mag ich gar nicht) – das was ich aberüberhaupt gar nicht leiden kann, ist einkaufen (ich meine hier so in erster Linie das alltägliche Einkaufen, ich liebe hingegen Baumärkte).

Also alles in allem: ich würde es mit mir versuchen…

2. Was richtet mehr Schaden an: schonungslose Aufrichtigkeit oder Unehrlichkeit?

Das klingt so ein bisschen wie die Legitimation einer Notlüge und um es gleich vorweg zu nehmen: ich bin für Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit, kann lügen nicht ausstehen, halte aber eine Notlüge tatsächlich manchmal für angebracht.

Es ist mir aber wichtig, dass es sich hier um zwei gegensätzliche Argumentationen handelt.

Eine Lüge bedeutet für mich eine vorsätzliche Dialektik, die dem Zwecke dient, einen Vorteil zu haben.

Eine Notlüge hingegen, ist für mich, das Umschreiben der Wahrheit, um eine soziale Verträglichkeit zu erreichen, andere Menschen nicht traurig zu machen.

Hier schließt sich denn dann auch der Kreis, die Frage zu beantworten: schonungslose Aufrichtigkeit kann m. E. größeren Schaden anrichten, als eine Unehrlichkeit, vorausgesetzt, es handelt sich um eine Notlüge.

Natürlich kann man mir nun eine gewisse Arroganz unterstellen, dass ich darüber befinde, wann eine Schonung erfolgt und wann nicht, mein Gegenüber also entmündige, aber – wie schon gesagt – warum sollte ich andere Menschen – grundlos - unglücklich machen?

3. Was tust du als erstes in einer fremden Stadt?

Schwierige Frage, denn ich fahre nicht gerne in fremde Städte – ich fahre überhaupt nicht gerne weg …

Doch wenn es sein muss, dann kommt es sehr darauf an, ob es privat oder beruflich ist.

Wenn es beruflich ist, dann ist es meistens so, dass man abends ankommt, zu früh, um auf seinem Zimmer zu hocken und zu spät, um sich die Stadt anzugucken. Dann versuche ich, meine nähere Umgebung zu erkunden und mir Mut zu machen, alleine eine Pizza essen zu gehen.

Ist es privat, dann ist in der Regel der bEva dabei und dann besuchen wir ziemlich unmittelbar die Information für Touristen – ich hechele dann wie ein Löwe auf Beutezug dem blauen Schild nach und kriege einen Anfall, wenn gerade geschlossen wird, wenn ich vor der Tür stehe oder Leute denken, sie müssten die armen Damen dort derart ausquetschen, dass die gesammelten Informationen locker reichen würden, um eine Doktorarbeit zu schreiben; (warum handelt es sich dabei eigentlich immer um Mitfünfziger, männlicher Abstammung, die eine (auch gerne unechte) Ledertasche (etwas größer als DinA4 Format) umhängen haben und die mich an einen Lehrer erinnern?) – fällt mir hier grad mal so ein…

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