Sonntag, 14. Juni 2009

Gesellschaftliche Ränkespiele

Jeder zieht und zerrt,
alle meinens´ gut,
ob für sich selbst,
für andere,keiner hat den Mut.

Ehrlich, laut mal "NEIN" zu sagen,
gesellschaftlicher Untergang;
jeder wirkt noch auf Dich ein,
Du hast hier den untren´ Rang.

Jeder hofft der Andere,
der ist doch der Domestike,
dem eignen Willen zu gehorchen,
wer wohl zieht mich mit.

Alle wollen nur das Beste,
merke nur: nicht das für Dich.
Egoismus nett verpackt:
jeder handelt nur für sich.

Argumente unterschiedlich,
keiner meint es echt gemein;
die Sache bleibt - doch ändert sich:
Verantwortung ganz insgeheim.

Da noch zu sich selbst zu finden,
seinen Weg zu gehn´,
alle findens´ fürchterlich:
Undankbar und unbequem.

"Du hast nicht" - "Du solltest doch"
"nein, das macht man nicht"
eigennützig wär´ man gern,
doch man traut sich nicht.

Zeigt dann mit dem langen Finger,
Dolche stoßend zu Dir hin,
zusammenrotten, Urteil bilden
wer nicht wagt - gewinnt.

Gesellschaftliche Ränkespiele,
angsterfüllter Hetzkomplott,
keiner wagt es auszusprechen,
wer es tut, dem droht Schafott.

Widerliches Eingeschleime,
grinsend ins Gesicht charmiert,
wer nicht mitspielt, hat verloren,
Intriganten ungeniert.

Einer sagt dann, was er denkt,
selbstbewusst und unverblümt,
pikierte Blicke:wisper, tuschel:
wird er bewundert und berühmt.