Samstag, 13. Juni 2009

Fimo - Arbeiten mit Fassungen

Fassungen eignen sich in erster Linie um Colliers zu gestalten. Sie haben Nach- aber auch Vorteile , wenn man die Nachteile zu eliminieren weiß...

1. Man muss vorher genau wissen, wie das Endergebnis aussehen soll
2. Man ist nach dem ersten Brennen sehr festgelegt
3. Man muss sehr sauber arbeiten, sonst sieht es nicht gut aus (aber das ist nur meine bescheidene Meinung)
4. Man braucht Zeit, da mindestens zweimal gebacken werden sollte

Zu 1. da hilft ein Plan, denn die Fassungen verfügen über einige Löcher, die man sich zwecks a) Formation und b) Haltbarkeit zu Nutze machen kann




Folgende Formation möchte ich als Collier so gestalten, dass es sich zum Einen um meinen grazilen Schwanenhals schmiegt (oder was es nicht der Schwan, der sich im schlammigen Nil „pferdig“ sonnt, das Maul aufreisst und nur sehr wenige Zähne sein eigen nennt und zum anderen sich nach dem auffädeln nicht ständig verdreht, da ich – aus völlig faulen Beweggründen – immer nur eine Seite „vercane“.




Also beginne ich, mir zu überlegen, wo überall Verbindungen sein müssen, zunächst einmal nur, um die Form zu geben:



Dann, um auch die Befestigung nicht zu vergessen (das ist nämlich sehr doof, wenn man erst beim Fädeln merkt, dass man daran nicht gedacht hat – alles schon vorgekommen grosses Grinsen grosses Grinsen grosses Grinsen werden Drähte gesteckt:






Und schon kann man mit dem Füllen beginnen. Ich bevorzuge in diesem Fall eine weiße Füllung und fülle so, dass die Drähte – quasi als Platzhalter – mitgebacken werden – mit einer Zange kann man sie dann hinterher „gut“ „manchmal weniger gut“ wieder ziehen:




Ich quetsche das arme, noch unschuldige Fimo feste von beiden Seiten in die Fassung, damit der Draht gut eingeschlossen ist und sich an diesen Stellen keine „dünnen“ Schichten befinden, die dann brechen könnten

Ich quetsche mindestens so marzialisch, dass das Fimo, durch die Öffnungen austritt:



Danach wird den überstehenden Resten mit dem Cuttermesser zu Leibe gerückt:



So sieht es dann aus:



und so, wenn es gebacken ist:



Danach ziehe ich die Drähte, weil sie beim „vercanen“ sonst sehr hinderlich sind. Um die Cane aufzubringen, habe ich den Boden eines „Senf“glases mit Backpapier überzogen, um eine etwas höhere Arbeitsfläche zu haben.

Die Canes werden dann, wie sonst auch, Scheibchen weise, mit einem Schaschlickspiess (oder wahlweise Stricknadeln, zu irgendwas müssen die Dinger ja Nutze sein ) aufgerollt und angepappt.

Das ist meine Art, mit Fassungen zu werkeln, es gibt sicherlich auch tausend andere, aber ich komme so gut zurecht.

Sollte jemand eine Frage haben, so versuche ich gerne mein Kauderwelsch zu präzisieren und ansonsten wünsche ich viel Spaß beim Ausprobieren.

und so sehen dann ein paar fertige Werke aus: