Sonntag, 14. Juni 2009

Clown Cane

Ich mag Clowns - was also liegt näher, als sich einmal an einer Clown Cane zu versuchen?

Damit dieser Versuch auch andere animiert, habe ich hier die einzelnen Schritte dokumentiert.

Wenn Du sie nacharbeiten möchtest, würde ich mich riesig über ein Bild freuen...

Also, los geht es...

Zunächst benötigt ein
Clown: Hose, Schuhe und ein Tshirt. Dazu habe ich erst einmal folgende Formen geknetet:




Ärmel mit Hand versehen, zweiten Ärmel mit Hand erstellt und alles so zusammengelegt, dass so etwas wie eine Figur entsteht:



Ein Gesicht braucht der kleine Clown ja auch: runde Scheibe kneten - breit gezogenes "U" aus weißem Fimo und nun mit viel Gefühl und sehr scharfem Messer (in Mundform) aufschneiden und einen Streifen rotes Fimo einlegen: dieser Streifen ist etwas kürzer, als die weiße Mundform: wieder zusammendrücken, und dann sollten wir folgendes haben:





Um den Mund in das Gesicht einzupassen, den Teil aus dem runden Fimostück ausschneiden, in welchen der Mund eingesetzt werden soll: Ich habe den Mund aufgelegt (Vorsicht: nicht, dass er anklebt) und die Umrisse vorsichtig mit einem Zahnstocher markiert; den Mund abnehmen und entlang der Markierung mit einem scharfen Messer den Mund ausschneiden: sollte dann so aussehen:



Den Mund einpassen: ufffff - passt, ohne dass der Chirurg nochmals tätig werden muss und weil hier gerade ein Stückchen Strohhalm so praktisch umher kugelt -> gleich die Nase ausbohren ...




Da er ja noch keine Seele hat -> fröhlich weiterbohren und ihm (mit dem Stückchen Strohhalm) die Augen auskratzen: nur Mut, er spürt noch keine Schmerzen ...
die Nase mit rotem Fimo wieder zustopfen und die Augen einsetzen (Augen: Winzlingscane: kleine schwarze Fimowurst, ummanteln mit blau und ummanteln mit weiß) - so, wenn die Operation gelungen ist, sollte es jetzt so aussehen:




Ebenfalls sollten ein Hut und die Haare nicht fehlen: Hut in Form kneten und Haare aus jeweils 3 grünen Kugeln drapieren (toupieren ist nötig)



So, damit da jetzt mal ein wenig Seele reinkommt: erstes zaghaftes zusammenfügen ... wir wollen ja mal in Gänze sehen, wie das Ganze mal irgendwann aussehen wird: Sieht es so aus ?




Wenn ja ... bitte weitermachen, wenn nein ... reparieren, was noch zu reparieren geht: ist jetzt die letzte Möglichkeit, bevor die Narkose nachlässt ...

Fertig?

Also weiter:

Das zaghaft zusammengefügte hat nun noch Löcher: es fehlt nicht nur ein Stückchen Pullover, es fehlt auch Stabilität, welche wir dadurch erreichen, dass wir vorsichtig, kleine Lavendel farbige (Nein: das ist kein rosa) Würstchen, die genau so hoch sind, wie die bereits vor uns liegende Figur, zunächst überall dort einpassen, wo es wichtig ist, dass die Form erhalten bleibt:

Sollte dann in etwa sooooooooooooooooooooo aussehen:



und weil wir noch viel von der schönen Lavendelfarbe übrig haben: weiter würsteln und anbauen: sollte sich die Form, dann so langsam "rundeln" ist das ein gewünschter Vorteil:




jetzt wäre an der Zeit auch mal die Rückseite zu betrachten, nicht, dass da irgendwo noch etwas fehlt: ansonsten nachstopfen: so sah es dann bei mir aus:




tja, und nun kommt der Teil, den ich am meisten gefürchtet habe: das Reduzieren - aus lauter Vorsicht, dass der kleine Kerl nicht gequetscht werden will und die Haltung (äh: die Form) verliert - habe ich ihm eine kleine Runde im Gefrierschrank gegönnt - dabei etwas Erdbeereis gefunden - und erst mal Pause gemacht ...

... Pause ...



... aus dem Gefrierschrank einen erbärmlich zitternden Clown geholt und durch zärtliche Berührungen zusammenreduziert, dabei habe ich eine solche Zuneigung zu dem kleinen Kerl verspürt, dass ich ihn fast erdrückt hätte - aber nur beinahe



danach habe ich ihm und mir etwas Entspannung gegönnt ...